Zunächst Priorität für Operationen und Eingriffe mit hoher Dringlichkeit / Schutz der Patienten durch strikte Abgrenzung der Corona-Bereiche sichergestellt

Das Ortenau Klinikum wird parallel zu den vom Bund und den Ländern beschlossenen Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab Anfang Mai seine Behandlungskapazitäten für Nicht-Covid-Patienten schrittweise wieder hochfahren. Stationäre Operationen, ambulante Behandlungen und ambulante Sprechstunden wird der Klinikverbund ab 4. Mai an seinen Standorten in Achern, Kehl, Lahr, Offenburg und Wolfach wieder anbieten. Priorität sollen dabei zunächst dringliche Operationen wie beispielsweise bei Tumorerkrankungen und die Versorgung kardiovaskulärer oder neurologischer Erkrankungen haben. Mit welcher Strategie das Ortenau Klinikum schrittweise wieder in einen Regelbetrieb zurückkehren will, darüber informierten Landrat Frank Scherer und Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller den Ausschuss für Gesundheit und Kliniken am vergangenen Dienstag.

Wer aufgrund von Anordnungen nach dem Infektionsschutzgesetz Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterlag (Quarantäne) und dadurch einen Verdienstausfall erlitten hat, erhält eine Entschädigung in Geld. Diese bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber die Entschädigung auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag erstattet. Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten bei der zuständigen Behörde zu stellen.
Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat mit Schreiben vom 29.04.2020 mitgeteilt, dass die Zuständigkeit für die Abwicklung von Entschädigungsanträgen nach §§ 56, 57 und 58 IfSG auf die Regierungspräsidien übertragen wird. Diese Zuständigkeitsregelung tritt rückwirkend ab dem 01. Februar 2020 in Kraft.
Die Antragstellung nach § 56 Abs. 1 und Abs. 1a IfSG soll künftig über ein elektronisches Online-Verfahren abgewickelt werden. Die Website, auf der die Anträge voraussichtlich ab Anfang Mai gestellt werden können, lautet: www.ifsg-online.de

Entsprechend der Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 20.04.20 soll die Notbetreuung ab dem 27.04.20 erweitert werden. Grundlage wird die 6. Änderungsverordnung zur Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sein, die in den nächsten Tagen verkündet werden wird.

Die Notbetreuung wird weiterhin eine Sonderform der Betreuung sein, die nur in Ausnahmefällen gewählt werden sollte.

Wir bitten die Eltern, die Betreuungsbedarf haben, sich bei Bedarf mit ihrem Kindergarten bzw. ihrer Schule kurzfristig in Kontakt zu setzen, um den benötigten Bedarf anzugeben. Bitte nehmen Sie bis Freitag, 24.04.20 um 10.00 Uhr mit Ihrer Betreuungseinrichtung Kontakt auf.

Anmeldung zur Notbetreuung
Bestätigung Unabkömmlichkeit


Berechtigt zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung sind in dieser Reihenfolge Kinder:

Im Kampf gegen das Coronavirus wird den Menschen empfohlen, Masken zu tragen. Das Land Baden-Württemberg macht dies ab Montag, 27.04.2020 zur Pflicht. Hierzu bietet aus unserer Gemeinde der Nähservice Sigrid Kramer, Im Hellersgrund 7, an, Masken für Sie zu nähen und käuflich zu erwerben (Kosten je nach Modell 5,00 € - 7,50 €).
Die Masken sind aus Trikot- bzw. Baumwollstoffen, jeweils mit eingenähtem Vlies. Diese sind gut waschbar. Auf Wunsch auch gerne mit Bänder. Bei Bedarf kann bei Frau Kramer die gewünschte Art und Stückzahl telefonisch unter 07824 6191109 bestellt werden.

Um Seniorinnen und Senioren während der Corona-Pandemie zu unterstützen, hat der Verband Pflegehilfe die Aktion „Generationen halten zusammen” ins Leben gerufen.
Freiwillige Helferinnen und Helfer können sich für Nachbarschaftsdienste beim Verband Pflegehilfe kostenfrei registrieren. Unsere Pflegeberater stellen daraufhin den Kontakt zu Hilfsbedürftigen aus der Umgebung her. Weitere Informationen unter www.pflegehilfe.org. Informationsblatt

Im Klinikverbund stehen bis zu 113 Beatmungsplätze zur Behandlung schwerer Covid-19-Erkrankungen zur Verfügung

Das Ortenau Klinikum hat in den vergangenen Wochen vorsorglich seine Intensivkapazitäten zur Behandlung von schweren Covid-19-Erkrankungen standortübergreifend massiv ausgebaut. Derzeit stehen im Klinikverbund bis zu 113 Beatmungsplätze zur Verfügung. Zu den ursprünglich vorhandenen 39 Beatmungsplätzen konnten somit zusätzlich 74 weitere Beatmungsplätze geschaffen werden. „Mit dieser Steigerung um rund 190 Prozent liegt das Ortenau Klinikum bundesweit ganz vorn unter den Kliniken mit den höchsten Kapazitätssteigerungen“, betont Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller.

Notfallmediziner warnt vor falscher Zurückhaltung bei Anzeichen schwerwiegender Erkrankungen

Wie in den Notaufnahmen der Kliniken in ganz Deutschland verzeichnen auch die Notaufnahmen des Ortenau Klinikums derzeit einen deutlichen Rückgang der Patientenzahlen jenseits der Covid-19-Patienten. Seit Beginn der Corona-Pandemie nehmen rund ein Viertel weniger Patienten die ambulante Notfallversorgung in Anspruch.

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