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„Ein Strahl der Dichtersonne fiel auf Sie, so reich, dass er Unsterblichkeit ihr lieh!“ Geleitet von diesem treffendem Ausspruch traf sich die Gemeinde von Meißenheim anlässlich des 200. Todestages von Friederike Brion, die „gute Tante“ zum Gedenkgottesdienst am Sonntagvormittag in der evangelischen Barockkirche in Meißenheim. Unter den zahlreichen Besuchern befand sich auch eine Delegation aus Sessenheim (Elsaß), dem Heimatort von Friederike Brion.

Friederike Brion

Ein gemeinsames Bild gab es nach dem Festakt. Conrad Textor (2. von links) ein Nachfahre von Goethe. (Weitere Bilder in der Fotogalerie)

Friederike Brion

Am Grab von Friederike Brion fand am 03.04.2013 eine Gedenkfeier statt, bei welcher die Kinder im Vordergrund standen. (Weitere Bilder in der Fotogalerie)

Mehr als erwartet, fand die Eröffnung der Ausstellung "Friederike Brion" im Rathaus Meißenheim, Anklang bei der Bevölkerung. Aber nicht nur zahlreiche Bürger und Bürgerinnen aus Meißenheim fanden den Weg ins Rathaus, auch Abordnungen aus Sessenheim und Hohberg waren gekommen.

Friederike Brion

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung fanden Teilnehmer der Gemeinden Sessenheim und Meißenheim zusammen (weitere Bilder sind in der Fotogalerie zu sehen).


Weitere Informationen wie Veranstaltungshinweise, Presseberichte usw. finden
Sie auf der folgenden Seite

Einen kulturellen Höhepunkt besonderer Art hat die Gemeinde Meißenheim im Jahre 2013 zu bieten. Der Todestag der berühmtesten Bürgerin der Gemeinde, Friederike Brion, jährt sich am 03. April 2013 zum 200. Mal.
Um dieses Ereignis gebührend begehen zu können, laden wir alle an der Gemeinde und an Friederike Brion-Interessierten ein, um gemeinsam die Art und Weise, den Ablauf und den Umfang der Feierlichkeiten festzulegen und zu planen.
Wer hieran Interesse hat, ist herzlich eingeladen, am Dienstag, 18. September 2012 um 19.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Meißenheim bei den Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten mitzuwirken.
Ich freue mich auf Ihre Unterstützung!
Ihr
Alexander Schröder (Bürgermeister)

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Gegründet wurde das Dorf vermutlich um 900 n.Chr. Die älteste Urkunde, in der von Kürzell die Rede ist und deren Echtheit bewiesen ist, stammt aus dem Jahr 1136. Interessant sind die verschiedenen Schreibweisen des Namens Kürzell, die im Laufe der Jahrhunderte verwendet wurden: Kyrtzell, Kürtzel, Kertzel, Kürtzlen, Kirchzell, Kirczell, Kircelle, Kirchcelle.

Aus den verschiedenen Urkunden geht hervor, dass ursprünglich Mönche des Klosters Schuttern eine Kirche mit einer Zelle errichteten. Dadurch, dass sich dann später auch andere Bewohner ansiedelten, entstand das Dorf.

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass einst drei Dörfer im Halbkreis um Kürzell lagen. So war die über 400 Jahre alte »Zigeunerlinde« im südwestlichen Gemarkungsbereich an der heutigen B 36 einst der Mittelpunkt des Dorfes »Meroldsweiler«. Alle drei Dörfer verschwanden jedoch um 1600 wieder.

Die Chronik berichtet, dass im Jahr 1338 riesige Heuschreckenschwärme in die Ortenau einfielen und alles kahl fraßen. Nur zehn Jahre später verwüstete ein schweres Erdbeben den Oberrheingraben. Wie die ganze südliche Ortenau, so stand auch Kürzell anfangs unter der Herrschaft des Hauses Geroldseck. Später kam Kürzell in die Besitzungen des Grafen von Nassau.

Aufgrund zahlreicher sozialer Missstände und Unterdrückung des armen Volkes durch die Obrigkeit kam es 1525 zu einem großen Bauernaufstand. Nach nur kurzer Phase der Beruhigung folgte eine mehr als 200jährige Periode von Kriegsleiden und Wellen der Vernichtung, die aus der Ortenau schier eine Wüste machten. Hungersnöte, Seuchen und Gewalt rafften die Bevölkerung dahin. So zählte Kürzell im Jahr 1627 gerade noch 50 Einwohner.

Unermesslich war auch der materielle Schaden. Bei Kriegsende besaß Kürzell noch ein einziges Pferd, wodurch ein Bewirtschaften der Felder fast unmöglich war. Kaum waren die ärgsten Kriegswunden verheilt, kamen erneut schlimme Jahre. Die Geldknappheit wurde immer größer und die Landwirtschaft hatte durch überschwemmungen von Rhein und Unditz erhebliche Einbußen. Ungeahnte Ausmaße erreichten Not und Hunger im Jahr 1848.

Zwangsverkäufe von Grundstücken zu Schleuderpreisen waren keine Seltenheit. So wurde in Kürzell der »Pelzacker«, immerhin eine Fläche von 45 ar, um einen Pelz verkauft, andere Grundstücke wechselten für einen Laib Brot den Besitzer. Nur ganz allmählich stellte sich Wohlstand ein, was vor allem durch den Bau der Schule 1876 und des Rathauses im Jahr 1901 deutlich wurde.

Auch die Einwohnerzahl stieg kräftig an. Mit Fortschreiten der Industrialisierung gab es auch Veränderungen in der sozialen Struktur. Dennoch blieb Kürzell, wie von je her und bis zum heutigen Tag, ein Dorf mit überwiegend bäuerlichem Gepräge.

Von alters her stand im Ried die Pferdezucht hoch in Blüte. Vor allem Kürzell wurde durch die Hengststation mit ihren prachtvollen Zuchtpferden im weiten Umkreis bekannt. In Kürzell befindet sich auch die älteste urkundlich im Ried nachgewiesene Schmiede, die erstmals 1363 erwähnt wird.

Nach dem Krieg wurde die Entwicklung Kürzells durch den Bau des Militärflugplatzes und den Bau der Autobahn A 5 stark beeinträchtigt. Dennoch wurde 1962 die evangelische Kirche erbaut, 1968 schloss sich der Neubau der Grund- und Hauptschule und 1974 der Neubau der Mehrzweckhalle und später des katholischen Kindergartens an.

Attraktive Neubaugebiete wurden geschaffen und eine rege Bautätigkeit setzte ein. Bei der Bevölkerung ist eine starke Ortsverbundenheit spürbar und durch die vielen Vereine ist ein ausgeprägtes Gemeinschaftsleben gegeben.

Grundschule
Hauptstraße 31
77974 Meißenheim

Rektorin:Cordula Feist

Tel. 07824 803
Fax 07824 661079
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Friederike-Brion-Schule Meißenheim

Die ersten Spuren menschlicher Siedlung gehen in Meißenheim bis in die Jungsteinzeit vor rund 5000 Jahren zurück. Neolithische Funde wie Steinbeile, Tonscherben, Pfeilspitzen und Feuersteine im Gewann Hub oder Höfel lassen auf die Bandkeramiker als erste Bauern von Meißenheim schließen. Das sogenannte "Heidengrab" steht synonym für die Epochen der Hallstatt- und Latene-Zeit. Von großer Bedeutung für die Geschichte steht ein Bronzeschwertfund, welcher vermutlich aus einem Einzelgrab der Hügelgräberbronzezeit vor 1600- 1200 v. Chr. stammt.

In den letzten Jahren bestätigten sich aufgrund zahlreicher Funde die Anwesenheit der Römer auf Gemarkung Kürzell. Dabei kamen eine Gemme mit dem Motiv eines springenden Löwen sowie zahlreiche Leistenziegelfunde zum Vorschein.

Als weitere Vorfahren können die Alemannen und Franken (Merowinger) genannt werden, deren Reihengräber im Gebiet Oberried bei Bauarbeiten zum Vorschein kamen.

Der Ortsname Meißenheim wird als Heim des Remigius Remigius = der Ruderer; Bischof von Reims gedeutet.

Bis zur Reformation wird Sankt Remigius, Patron der Kirchen zu Missenheim, als Kirchenheiliger verehrt. Im Jahr 1267 n.Chr. wird das Dorf Meißenheim, zwischen Schwarzwald und Vogesen in nächster Nähe des Rheins gelegen, im Schenkungsbrief Walter I. von Geroldseck erstmals urkundlich erwähnt. Zuerst im Besitz der Geroldsecker, ging es um die Mitte des 14. Jahrhunderts durch die Heirat Elsas von Geroldseck an die Herren von Hattstatt über und wurde am 25. Mai 1464 von Bernhard Wurmser zu Straßburg gekauft.

Meißenheim, das mehr als 340 Jahre unter der Herrschaft des Adels der »Wurmser zu Vendenheim« stand, wechselte im Jahr 1805 in den Besitz Badens über. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Dorf etwa 650 Einwohner. Leider wurde das bäuerlich geprägte Dorf auch immer wieder von kriegerischen Auseinandersetzungen, Not und Elend schwer heimgesucht. Vor allem der 30-jährige Krieg führte zu unvorstellbaren Verlusten. Unter den Plünderungen, Zerstörungen und Seuchen hatte die ganze Bevölkerung furchtbar zu leiden. Katastrophale Schäden in der Landwirtschaft verursachten auch die zahlreichen Hochwasser des damals noch wilden, ungeregelten Stromlauf des Rheins. Erst mit der Rheinkorrektur im Jahr 1876 konnte dem ständigen Kampf gegen das Hochwasser ein Ende gesetzt werden. Zur wichtigsten Einnahmequelle wurde der Tabakanbau.

Einen jähen Einschnitt in die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung brachten die beiden Weltkriege.

Nach dem völligen Zusammenbruch ging man mit großem Tatendrang an den Wiederaufbau. 1952 wurde das Rathaus neu errichtet, das alte Schulgebäde wurde modernisiert, außerdem begann man mit dem Bau einer Turn- und Festhalle. Der wirtschaftliche Aufschwung in der Gemeinde war unverkennbar. Zahlreiche, bis heute sehr gut erhaltene Fachwerkhäuser, ein typisches Merkmal der Riedlandschaft, tragen zu einem schönen, ausgeglichenen Dorfbild bei.

Eine besondere Sehenswürdigkeit Meißenheims stellt die im Jahr 1766 unter Aufsicht des Baumeisters Joseph Michael Schnöller fertiggestellte
Evangelische Barockkirche mit dem dazugehörigen Pfarrhaus dar. Zu den Schmuckstücken in der Kirche zählen die aus Stuckmarmor gefasste Kanzel und Altar sowie die weitbekannte Johann Andreas Silbermann-Orgel, auf welcher immer wieder Konzerte berühmter Komponisten gegeben werden. Unmittelbar an der nordöstlichen Kirchenwand befindet sich das weitbekannte Friederike-Brion-Grab, der Jugendliebe Goethes.

An Freizeitmöglichkeiten weist die Gemeinde ein breitgefächertes Angebot auf. Zahlreiche Vereine bieten jedem Interessierten die Möglichkeit, sich kulturell oder sportlich zu betätigen. Ein modernes Sportzentrum mit Sporthalle, Reithalle mit Rennbahn und großzügigem Reitgelände, Tennisanlage und Fußballplatz bieten für jeden Geschmack etwas.

Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist die Gemeinde als Reitsportzentrum, belegt durch die zahlreichen pferdesportlichen Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren, unter anderem mit der Europameisterschaft der Vierspänner im Jahr 1997. Auf die Auszeichnung "Pferdefreundliche Gemeinde" wie auch die zahlreichen Erfolge auf Landes- und Bundesebene im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ist man deshalb in der Gemeinde zu Recht stolz.

Meißenheim

Das Wappen besteht aus einem roten Ring auf goldenem Untergrund

Walter von Geroldseck nebst Sohn und Onkel statteten 1276 das Augustinerkloster in Lahr auch aus mit jährlichen Einkünften in banno ville (im Bereich des Dorfes) Meissenheim. Der Ort wird 1270 Missenheim genannt (Amtliche Beschreibung). Bischof Heinrich der III. von Basel brachte 1271 das Dorf an sein Bistum und belehnte unmittelbar nach dem Erwerb damit den Veräußerer Walter von Geroldseck. Der Ortsherrschaft war im 15. Jahrhundert bischöflich straßburgisches Lehen der aus dem Elsaß stammenden Familie Wurmser von Vendenheim geworden. Sie hatte sich 1496 in die Liste der » Ortenau'schen Ritterschaft « eingeschrieben.

Stammwappen: In von schwarz und gold geteiltem Schild oben balkenweise zwei liegende silberne Halbmonde. In Stein gehauen findet sich es an der nördlichen Langhauswand der 1766 erbauten protestantischen Pfarrkirche. das reichsritterschaftliche Dorf kam 1806 an Baden. Den zur Verfügung stehenden Archivalien war nichts über das Entstehen des Gemeindewappens zu entnehmen.
Der Ring ist wahrscheinlich das alte Dorfzeichen, als solcher in der Gemeindeheraldik nicht selten. Im Volksmund wird er als Meisenring gedeutet. Bruno Boesch ordnet Meißenheim in die Klasse der mit einem Personennamen verbundenen Heimatorte ein. Ein Ring gilt auch als Zeichen der Gemeinschaft (Heinz-Mohr). So symbolisiert er heute lebensnah das Band der Zusammengehörigkeit der beiden Ortsteile. Die Farben können die badischen sein.


Kürzell

In rot bekleidet der heilige Laurentius

In der Rechten einen schwarzen Rost, mit der Linken einen rechtsgelehnten, tartschenartigen goldenen Schild vor sich haltend, darin eine gestürzte rote Pflugschar. Seine Kirche hat dem 1136 Kirechcella genannten Ort den Namen gegeben (Amtliche Beschreibung). 1239 werden erwähnt Friedrich von Kircelle, ein Edelknecht und Conrad, sein Sohn, das Dorf kam 1277 an die Linie von Geroldseck-Lahr. Wie Altenheim und Ichenheim gehörte es zum reichslehnbaren Riedgang (Amtliche Beschreibung). Eine Hälfte wurde um 1230 als Heiratsgut an Hug von Geroldseck am Wasischen versetzt und dann von ihm als Pfandlehen an eine Straßburger Patrizierfamilie gegeben. Bei der Realteilung von 1629 fiel das zur Herrschaft Mahlberg zählende Kürzell an die Markgrafschaft Baden-Baden.

Das Kloster Schuttern war hier reich begütert. Ihm wurde 1325 die Kirche inkorporiert. Sie ist dem heiligen Laurentius geweiht. Ein von Laurentius gehaltener Schild mit der Pflugschar erscheint schon als Siegelbild an einer Urkunde von 1520 Juni 30; Umschrift INSIGEL DES DORFS KIRCZEL ein Siegel aus dem 19. Jahrhundert zeigt ein Schild mit dem auf Boden stehenden Heiligen, in der Rechten einen gesenkten - wie eine kleine Laterne aussehenden- Rost haltend, seine Figur links begleitet von einer gestürzten Pflugschar, über dem Schild schwebend eine Laubkrone. Das Wappen wurde 1900 neu gestaltet. Bis in die sechziger Jahre hinein waren die Farben noch nicht festgelegt. Die Gemeinde hat sie schließlich nach ihrem Gefallen gewählt. Die Schildform ist ein Ende des 15. Jahrhunderts aufkommende Verbindung von Tartsche und halbrundem Schild. Charakteristisch für die Tartsche (Turnierschild) ist der Einschnitt-Speerruhe- zum Einlegen der Lanze.

Friederike Brion MeißenheimDen sehenswertesten und anziehendsten Mittelpunkt des Rieddorfes Meißenheim stellt das »Friederike-Brion-Grab« an der Rückseite der evangelischen Barockkirche dar. Die aus dem elsässischen Sessenheim stammende Pfarrerstochter Friederike Brion war nicht nur »die hilfsbereite Tante«, wie sie von den Bewohnern des Dorfes genannt wurde, sondern auch Goethes Jugendliebe, die im Jahr 1813 hier ihre letzte Ruhestätte fand.





Im Jahre 1267 wurde Meißenheim erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst gehörte der Ort als Lehen des Bistums Straßburg den Herren von Geroldseck, um dann im 14. Jahrhundert an die Herren von Hattstadt überzugehen. 1464 kaufte der Straßburger Bürger Bernhard Wurmser das Dorf. Es blieb bis 1805 im Besitz seiner Familie und kam dann im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden.

Meißenheim gehörte früher zum Landkreis Lahr, mit dem es 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Kürzell nach Meißenheim eingemeindet.

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